Pressestimmen


"Krach bei Bach" in Schulensee Kieler Nachrichten vom 13.3.2012

Anke Baumann schreibt unter der Überschrift "Die Alltagssorgen des Altmeisters": Chor und Instrumentalisten der Thomaskirche lieferten souveränes Theater ab. ...Beim Schwelgen in den schönen und genialischen Klängen des Altmeisters (Bach) läßt sich jedoch allzu schnell vergessen, unter welchen Umständen die meisten seiner Werke entstanden sein müssen: eine grosse Familie auf beengtem Raum, Auseinandersetzungen mit neidischen Kollegen, unfähigen Schülern, fordernden Dienstherren und dem Sorgenkind Johann Gottfried Bernhard müssen an seinen Nerven ordentlich gezerrt haben.

An diese Umstände erinnert das Musical "Krach bei Bach" von Rainer Bohm, das Thomaskirchen- Kantorin Sabine Seifert am Sonntag mit dem Kinder- und Erwachsenenchor, den Instrumentalisten Rüdiger Debus, Karen Böhnke- Niemeyer (Violine), Katrin Debus (Viola), Volker Bohnsack (Cello), Andrea Pape (Kontrabass), Matthieu Gonon (Oboe), Heinke Hennings, Corinna Hoefeld (Trompete) sowie der Sopranistin Brogna Bernagiewicz aufgeführt hat...
Unter der Regie von Eirik Behrendt.... übten 48 Kinder und 18 Mitglieder des Thomaschores die kleinen Kathastrophenszenen aus dem Hause Bach ein- und lieferten überraschend souveränes Theater ab. Kein Gefühl von Verlegenheit vor dem Auftritt, das Amateurtheatern oft anhaftet, kam auf. Wo Textprobleme bestanden haben mögen, fielen sie nicht auf, das Spiel der Akteure kam gelassen und natürlich rüber.

Die Zusammenarbeit mit Behrendt war für Sabine Seifert die erste dieser Art, "aber sicher nicht die letzte", wie sich beide einig waren. Behrendt sprach von einem "Glücksgriff" bei Theater- und Choritgliedern. "Man muss sich vorstellen, daß ich einen zusammengewürfelten Haufen angetroffen habe, den ich nicht kannte, und wir nur eine einzige Probe hatten, um vor dem Gesamtdurchlauf und der Generalprobe alles einmal durchzugehen. Aber die Kinder und Jugendlichen hatten das einfach so drauf", sagte der Regisseur. Außerdem lobte er das Entgegenkommen der Chor- Mitglieder, die ohne größere Anstrengung bereit waren, über ihre reine Chorsängerrolle hinaus auch noch ein bißchen Showeinlage mitzuliefern. So geriet die Produktion zu einer tosend beklatschten Veranstaltung in der vollbesetzten Thomaskirche.

Thomaschor

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